GLP 4 – 2014

Der 4. GLP Lauf ist rum (für uns der 3., Lauf Nummer 3 mussten wir wegen Termindifferenzen ausfallen lassen). Der Wetterbericht ließ mich letzte Woche noch hoffen, angekündigt war für Nürburg „bedeckt, aber trocken“ am morgen und auch in der Nacht davor. Da die Eifel aber nicht viel von Wettervorhersagen hält war es an diesem Tag nass und nebelig. Die Dokumentenabnahme verlief wie gewohnt sehr entspannt, mein Beifahrer war zwar noch nicht vor Ort, konnte seine Dokumente aber einfach nachreichen, so dass ich schon einmal die Transponder montieren (und fachgerecht mit Panzertape sichern) konnte. Also auf zur technischen Abnahme: „Das sind aber nicht die Gurte die eingetragen sind, die hast du doch ausgetauscht, die gibt es nämlich gar nicht mit E-Nummer!“ – „Ähm doch, das sind die Eingetragenen.“ – „Nein nein, das kann nicht sein, aber mir ist das ja auch lieber mit anständiger Ausrüstung, ich seh mal darüber hinweg.“ Zwischenzeitlich habe ich die E-Nummer gefunden… (für die Interessieren: Sie ist bei den Schroth-Gurten an den Seitenteilen) „Na sowas, das habe ich ja noch nie gesehen.“ Also alles gut.GLP4 - 3Geplant war, dass die Fahrerbesprechung um 8 Uhr ist, doch die Verzögerungen ließen uns nichts Gutes hoffen. Im letzten Jahr wurde ein Lauf wegen zu starkem Nebel abgesagt. Doch alles gut, die Fahrerbesprechung fand mit Verspätung statt. Neben der immer wiederkehrenden Flaggenkunde gab es noch Hinweise zu starkem Nebel in den Bereichen Hatzenbach, Adenauer Forst und Hohe Acht. Anschließend ging es in die Startaufstellung. Dort wurde sich in Zweierreiehen aufgestellt… und gewartet. Aufgrund der Wetterbedingungen verschob der Start noch einmal, und sich im Anschluss dazu entschlossen die Einführungsrunde unter gelb zu fahren. Endlich am rollen verlief die Einführungsrunde sehr ruhig, bis zum Brünnchen. Der vor mir fahrende Ford Sierra hat es geschafft sich mit der unglaublichen Geschwindigkeit von etwa 50 km/h in der Ausgangskurve zu drehen, wie er das geschafft hat ist mir immer noch schleierhaft, aber gut, Bremsen und weiter, war ja nur ein Dreher und kein Einschlag (einen Einschlag hat an diesem Tag übrigens keiner geschafft). Die Setzrunde lief problemlos, die erste Bestätigungsrunde ich ich aus Schusseligkeit vergeigt (9,8 Punkte), die anderen Beiden waren aber in Ordnung. Auslaufrunde wie immer, Pipi- und Tankpäuschen und wieder auf die Bahn. Unseren zweiten Stint sind wir bewusst langsam und rund gefahren, der Magen meines Beifahrers hat dieses mal nämlich etwas früher aufgegeben. Hauptsache ins Ziel. In unserer Auslaufrunde wurden dann auf einmal rote Fahnen geschwenkt, die ich zuerst als Verabschiedungsgeste der Streckensicherung gedeutet habe. Letztendlich war es aber doch ein Rennabbruch. Durch die Verzögerungen am Anfang, das schlechte Wetter, der Einführungsrunde unter gelb und der 200 Minuten-Regel (die viele nicht hätten einhalten können) wurde entschieden, dass nur 10 statt 12 Runden gewertet werden, also eine Bestätigungsrunde weniger.

Was habe ich dieses mal gelernt? Kallenhard ist ein A****loch und Kesselchen geht mit dem 500er bei nässe nicht komplett voll (einmal wollte der Hintern nach vorne, aber automatisch richtig reagiert und den Kleinen abgefangen, nicht mit mir!).

Und wie war das Ergebnis?
Ich bin so unglaublich stolz auf uns. 20,4 Fehlerpunkte (!), Gesamtplatz 50 und 6. Platz in der Rookie-Wertung. Dort bekommen die ersten sechs Plätze Polake, und somit durfte ich meinen ersten nach Hause nehmen.GLP4 - 1

Zwei Sachen fand ich aber noch viel viel toller: Neben Sven der jeden Lauf auf Bild festhält war noch die Scuderia OWL vor Ort (Wahnsinn Uwe, ich weiß gar nicht was ich sagen soll! So schlechtes Wetter und so früh schon am Ring!) und in der Ex-Mühle saß ganz einsam und allein (im Regen…) ein Streckenwart, der mich in jeder einzelnen meiner Runden breit angegrinst und den Daumen nach oben gehalten hat, es hat ihn sichtlich gefreut dass ich noch fahre. Echt süß sowas.

Anfang September gehts weiter.GLP4 - 2GLP4 - 5GLP4 - 4